Schleswig-Holstein darf Casino Lizenzen verlängern

Veröffentlicht von Rudolf B. an 25.March.2019 in Industrie News

Zum Ausklang der letzten Woche trafen sich die Landesväter aller Bundesländer zu einer Konferenz in Berlin. Eines der vielen wichtigen Themen war der Glücksspielstaatsvertrag und die kürzlich ausgelaufenen Lizenzen des Einzelgängers in Schleswig-Holstein. 

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Casino Lizenzen in Schleswig-Holstein

Die „unendliche Geschichte“ mit dem Glücksspielstaatsvertrag geht schon viele Jahre zurück. Eigentlich kann man hier auch „bis ins letzte Jahrtausend“ sagen. Die in diesem Gesetz festgelegten Regeln sind angestaubt und altmodisch. Eine moderne Regulierung für modernes Online Glücksspiel findet man dort nicht. In Deutschland ist Glücksspiel Ländersache. Allerdings gelang es den verschiedenen Oberhäuptern der einzelnen Bundesländer nicht, eine gemeinsame Neuregulierung auf die Beine zu stellen. Man ist bei diesem Punkt untereinander so verstritten, dass man keinen gemeinsamen Nenner findet. Das führte dann so weit, dass Schleswig-Hollstein im Jahr 2011 eigene Lizenzen für Glücksspielunternehmen ausstellte. 

Schleswig-Holstein-Casino-LizenzDie 23 Lizenzen für Online Casinos, welche in Kiel vergeben damals wurden sind jedoch Ende 2018 und im Januar 2019 ausgelaufen. Zur „Überraschung“ der Behörden, schalteten die Betreiber jedoch die betreffenden Portale nicht ab. In den letzten beiden Monaten entbrannte im Kieler Landtag ein heftiger Streit, bei dem sich die Parteien gegenseitig den Schwarzen Peter in die Schuhe schieben wollten. Seit der Vergabe der Lizenzen, durfte fast jede Partei für eine längere oder auch kürzere Periode ein bisschen an der Machtschraube drehen und Regierung „spielen“. So fällt es natürlich dann auch sehr leicht, auf andere mit dem „Schuldig“-Finger zu zeigen. Da man auch hier keine Einigung fand, kam man zu einem gemeinsamen Consensus, die 23 Casino-Lizenzen und 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter bis in das Jahr zu verlängern. 

Mit diesem Vorschlag reisten die Kieler Politiker dann nach Berlin und legten sie den Entscheidungsträgern der anderen Länder vor. Diese stimmten dem Vorschlag zu. Somit sind die Weichen für eine Verlängerung der bestehenden Lizenzen bis in das Jahr 2021 gestellt. Jetzt muss der Kieler Landtag diese Expansion der Erlaubnis noch bestätigen und in Schriftform fassen. Momentan wird der Betrieb der Casinos nur geduldet. Auf der Webseite vom Bundesland Schleswig-Holstein sind zum jetzigen Zeitpunkt keine „Anbieter mit einer Genehmigung für die Veranstaltung und den Vertrieb von Online-Casinospielen“ aufgeführt. 

Wie wichtig ist die SH Lizenz für Online Casinos

Das Bundesland hat nur 2,81 Millionen Einwohner und damit weniger als Berlin. Was die Lizenz jedoch für die Casinobetreiber interessant macht ist, dass man mit „Deutsche Lizenz aus Schleswig-Holstein“ auf der Webseite und in allen anderen Medien werben kann. Mit dieser Lizenz dürfen zwar eigentlich nur Spieler mit Wohnsitz in SH in diesen Casinos spielen, werbewirksam ist es aber allemal. 

Casino-Lizenz-Schleswig-Holstein

Zu den bekannteren Casinos, welche eine SH Lizenz besitzen gehört unter anderem Ladbrokes, Unibet, das PokerStars Casino, DrückGlück, Bwin oder auch das 888 Casino. Letztere haben auch schon dem Brexit vorgebäugt und seit kurzem eine maltesische Lizenz der Malta Gaming Authority. Damit ist man auf dem europäischen Markt dann auch auf der sicheren Seite, wenn es zu einem unregulierten Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union kommen sollte. 

Wie geht es weiter mit dem Glücksspielstaatsvertrag

In Kiel hofft man, dass bis zum Ablauf der Verlängerung 2021 eine gemeinsame Lösung aller Bundesländer gefunden wird. Weitere Erkenntnisse von der Ministerkonferenz letzte Woche in Berlin sind noch nicht bekannt. Allerdings waren die Fronten im Vorfeld relativ verhärtet. Einige Bundesländer hatten schon bei der letzten Vorlage mit Änderungen ihre Unterschrift verweigert. Sie „drohen“ sogar dem Beilspiel SH zu folgen und eine eigene Regulierung zu finden. Der alte Vertrag läuft Mitte 2021 aus. Die Länder sind also unter Druck!