Malta Gaming Authority entzieht Casino mit Mafia-Kontakten Lizenz

Veröffentlicht am 23.February.2018 in Industrie News

Null Toleranz für Mafia Casinos

Wenn es um die Welt der Online Casinos geht, gibt es viele Dinge, die absolut nicht gehen. Jedes legitime Online Casino muss von einer verlässlichen Glücksspielbehörde lizenziert und reguliert werden. Während dies den Spielern die Sicherheit gibt, sich bei einem seriösen und sicheren Online Casino anzumelden, gibt es den Staaten, in denen der Glücksspielbetrieb stattfindet Wissen über die Aktivitäten in den Online Casinos.

 

Die meisten Online Casinos vermeiden jegliche illegalen Aktivitäten, aber es gibt immer noch welche, die sich mit den falschen Leuten einlassen. In solchen Fällen muss die Glücksspielbehörde eingreifen und die Bedrohung beseitigen.

 

Es ist vielleicht etwas, was die meisten Spieler nicht wissen, aber um die Spieler zu schützen und dafür zu sorgen, dass nationale und internationale Gesetze eingehalten werden, musste die Malta Gaming Authority jüngst genau das tun.

 

Phoenix International erhält die Lizenz suspendiert

Anfang der letzten Woche bestätigte die Malta Gaming Authority (MGA), dass eine Untersuchung bei italienischen Lizenznehmern stattgefunden hatte. Die Untersuchung wurde kurz nach Beginn von polizeilich durchgeführten Anti-Mafia-Aktivitäten öffentlich gemacht.

In der ersten Februarwoche ließ die MGA wegen Verbindungen zum Italiener Benedetto Bacchi, die Lizenz von Phoenix International auszusetzen. Es scheint, dass die MGA kein Risiko eingehen wollte und alle möglichen Probleme im Vorhinein beseitigen wollte. Bacchi wurde Anfang des Jahres nämlich im Rahmen einer großen Anti-Mafia-Aktion der italienischen Polizei festgenommen.

Nach Angaben der Polizei soll Bacchi eine Reihe von Datenübertragungszentren betrieben haben, die die italienischen Glücksspielbehörden umgingen und keine Steuern in Italien abführten.

Der Vorsitzende der MGA, Joseph Cuschieri, gab bekannt, dass er gerne auch in Zukunft mit der italienischen Anti-Mafia-Kommission zusammenarbeiten würde. Er sagte weiter, dass die MGA über die Aktivitäten von italienischen Glücksspielunternehmen informiert werden müsse, sofern diese auch in Malta aktiv seien.

 

 

Jahre der absoluten Intoleranz gegenüber Mafia-Aktivitäten

Wenn es um Mafia-Aktivitäten geht, hat die MGA eine klare Politik. Bereits in den letzten Jahren wurden viele Glücksspiellizenzen aufgrund von vermuteten Mafia-Aktivitäten ausgesetzt.

Im Jahr 2015 wurde berichtet, dass die MGA drei Lizenzen für Glücksspielunternehmen ausgesetzt hatte, als mindestens eines der Unternehmen im Verdacht stand, mit einer Organisation wie der Kalabrischen Ndrangheta in Verbindung zu stehen.

Die Mafia-Organisation, angeführt vom italienischen Staatsbürger Mario Gennaro, soll im Rahmen ihrer illegalen Glücksspielaktivitäten in Malta eine Reihe von Wettfirmen gegründet haben. Die Lizenzaussetzungen sind auf italienische Mafia-Aktivitäten fokussiert, jedoch natürlich nicht ausschließlich darauf beschränkt.

Die MGA hat in den letzten Jahren auch Lizenzen von Betreibern aus Österreich, Rumänien und Spanien wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an kriminellen globalen Netzwerken ausgesetzt.

Die meisten Online Casinos mit Verbindungen zur Mafia oder anderen kriminellen Institutionen oder Organisationen sind an illegalen Aktivitäten wie beispielsweise Geldwäsche beteiligt.

 

 

MGA auf einer Mission

Die MGA ist als eine der erfolgreichsten Glücksspielbehörden bekannt und nimmt die Regeln und Vorschriften sehr ernst. Wieder einmal hat sie ihre gnadenlose Intoleranz gegenüber Gaming-Unternehmen mit kriminellem Hintergrund gezeigt.

Und der Verlust der Glücksspiellizenz seitens Phoenix International könnte sich als die Spitze des Eisbergs erweisen. Da die Untersuchung der MGA erst vor kurzem eingeleitet worden ist, ist damit zu rechnen, dass einige weitere Gaming-Unternehmen ihre virtuellen Türen noch vor Ende des Jahres schließen werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden