Hit oder Stand? Ein Denkanstoß für Blackjack

Veröffentlicht am 5.April.2018 in Casino Tipps

Denkanstöße für Ihr Blackjack Spiel
Wer gerne Blackjack spielt, kennt die Situation: der Live-Dealer hat Ihnen eben erst eine Karte ausgeteilt und der Wert Ihres Blattes liegt nun bei fünfzehn. Der Dealer selbst hat lediglich eine Karte aufgedeckt und es handelt sich um eine vier. Was sollen Sie tun? Eine weitere Karte nehmen oder darauf verzichten? Der Instinkt mag einem in dieser Situation vielleicht dazu raten, eine weitere Karte aufzunehmen - schließlich ist fünfzehn weit genug von der tödlichen zwei-und-zwanzig entfernt, die Sie aus dem Spiel werfen würde.

Die Antwort auf diese Situation ist jedoch nicht ganz so einfach. Es lohnt sich nämlich, sich einmal vor Augen zu führen, wie viele Karten mit einem Wert von 10 sich eigentlich in einem Deck befinden. Blackjack wird normalerweise mit einer Reihe an französischen Kartendecks gespielt (in aller Regel sind dies sechs Pakete). Jedes Kartendeck besteht aus 52 Karten. So sind die Chancen darauf, eine Karte mit dem Wert von zehn zu erhalten sicherlich relativ gering oder? 

 

Beim Blackjack nicht auf Ihren Instinkt verlassen

Schauen wir genauer hin, bemerken wir, dass sich darin vier mal Karten mit dem numerischen Wert von zehn befinden. Zusätzlich gibt es vier Buben, vier Damen und vier Könige. Insgesamt gibt es also 16 Karten mit einem Zahlenwert von zehn. Bedeutet konkret: fast ein Drittel aller Karten eines Decks bestehen aus Karten mit einem Wert von zehn. Die anderen zwei Drittel teilen sich auf in die unterschiedlichen Zahlenwerte. 

Die Chance eine zehn zu erhalten sind also im Vergleich zum Erhalt von Karten mit anderem Wert extrem hoch. Dieses Ungleichgewicht spielt gerade bei den Überlegungen von unerfahrenen Spielern häufig keine Rolle. Und so geht man irrtümlicherweise davon aus, dass man eine gute Chance darauf hat, bei einem Kartenwert von fünfzehn, eine Karte zu ziehen, die einen näher an ein-und-zwanzig bringt. Tatsächlich hat man aber in etwa ein Drittel Chance darauf, eine zehn zu erhalten und damit das Spiel verlassen zu müssen.

Zusätzlich gilt bei unserem Beispiel, dass auch eine neun, eine acht und eine sieben Sie aus dem Spiel werfen würden. Also nochmals 12 Karten, die Sie zum Blackjack-Verlierer machen würden. Insgesamt würden also 28 der 52 Karten dafür sorgen, dass Sie verlieren. Und damit haben Sie in unserem Beispiel eine Chance von über 50% (!) bei einer weiteren Karte über die magische ein-und-zwanzig zu gelangen und damit das Spiel zu verlieren. Wer hätte das gedacht?

 

Richten Sie Ihre Strategie am Dealer aus

Viel wichtiger als auf das Bauchgefühl zu hören, ist es daher, stets die Karten des Dealers im Auge zu behalten und die Strategie danach auszurichten. Als Tipp lässt sich sagen, dass es sich lohnen kann, bei halb verdeckten Karten des Dealers davon auszugehen, dass die verdeckte Karte eine zehn sein wird (da die Chancen wie gesagt deutlich höher sind, eine zehn zu erhalten). Sehen Sie also eine vier beim Dealer, können Sie davon ausgehen, dass die verdeckte Karte von ihm eine zehn ist und er den Kartenwert von vierzehn hält. Der Dealer wird also - entsprechend den Blackjack Regeln- mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu verpflichtet sein, mindestens eine weitere Karte zu nehmen. Und natürlich besteht auch hier wieder eine Chance von etwa dreißig Prozent, dass der Dealer eine Karte mit dem Wert von zehn erhält.

Gehen wir also davon aus, dass die verdeckte Karte des Dealers tatsächlich eine vierzehn ist und dieser eine weitere Karte nimmt, bei der die Chance auf eine zehn wieder bei rund 30% liegt, so gibt es eine gute Chance, dass dieser auf 24 kommt und damit verliert. 

 

Hit oder Stand? Es ist noch immer ein Glücksspiel

Strategisch gesehen kann es also durchaus Sinn ergeben, in der obigen Konstellation (und auch bei ähnlichen) auf eine weitere Karte zu verzichten und den Dealer ins Unglück stürzen zu lassen. Andererseits ist es jedoch natürlich auch ein Glücksspiel und es könnte genauso gut sein, dass der Dealer keine 10 verdeckt hat und auch die nächste Karte keine zehn sein wird.

Was wir in diesem Artikel zeigen wollten, ist lediglich ein Denkanstoß. Führen Sie sich bei jeder Kartenkonstellation vor Augen, wie viele Karten Sie innerhalb eines Kartendecks aus dem Spiel werfen könnten und achten Sie auch auf die Karten des Dealers. Denn dieser könnte sich ebenso schnell aus dem Spiel befördern.

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